Ruppert und Gerda
Ruppert ist ziemlich ruppig. Ihm gehen Menschen einfach auf den Geist.
Drum ist er meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Da kann er schnell an ihnen vorbeifahren und an guten Tagen – das sind die, zu denen seine Laune besonders mies ist – fährt er ohne zu Klingeln haarscharf an ihnen vorbei. Es gibt ihm Genugtuung, wenn sie erschrocken zur Seite springen. Und wenn sie dann noch hinter ihm her schimpfen weiß er: die Welt ist voller Idioten.
Ruppert ist Westfale und nein, er geht nicht zum Lachen in den Keller – wie man so schön sagt. Er lacht überhaupt nicht. Er findet auch keinen Grund zum Lachen.
Ruppert ist häufig mit dem Fahrrad unterwegs denn zu Hause lebt, putzt und kocht seine Frau Gerda. Er findet auch Gerda nervig, drum ist er oft draußen.
Er radelt durch den Wald und hofft, keine Wanderer zu treffen. Ihre Grüße lässt er aus Prinzip unerwidert und in unbeobachteten Momenten legt er Abfälle und Tierkot auf die Bänke für die Spaziergänger.
Seine nichtsnützigen Söhne kommen schon lange nicht mehr zu Besuch und das findet Ruppert auch völlig in Ordnung so. Er weiß einfach nicht, was er mit ihnen reden soll und ihre Erzählungen vom Job findet er zum Gähnen langweilig. Auch Gerda findet er zum Gähnen langweilig und glücklicherweise spricht sie ihn nur noch in Notfällen an. Dennoch treibt ihre schiere Anwesenheit aus dem Haus. Er mag sie nicht sehen und es reicht ihm, wenn seine Wäsche frisch gebügelt im Schrank und was Warmes zu Essen auf dem Tisch ist.
Dass in seinem Magen ein Tumor wächst, weiß er noch nicht. Auch, dass Gerda ihn im Krankenhaus nicht besuchen wird, sondern mit dem verwitweten Nachbarn eine Kreuzfahrt unternehmen wird, weiß Ruppert noch nicht.
Drum ist er meistens mit dem Fahrrad unterwegs. Da kann er schnell an ihnen vorbeifahren und an guten Tagen – das sind die, zu denen seine Laune besonders mies ist – fährt er ohne zu Klingeln haarscharf an ihnen vorbei. Es gibt ihm Genugtuung, wenn sie erschrocken zur Seite springen. Und wenn sie dann noch hinter ihm her schimpfen weiß er: die Welt ist voller Idioten.
Ruppert ist Westfale und nein, er geht nicht zum Lachen in den Keller – wie man so schön sagt. Er lacht überhaupt nicht. Er findet auch keinen Grund zum Lachen.
Ruppert ist häufig mit dem Fahrrad unterwegs denn zu Hause lebt, putzt und kocht seine Frau Gerda. Er findet auch Gerda nervig, drum ist er oft draußen.
Er radelt durch den Wald und hofft, keine Wanderer zu treffen. Ihre Grüße lässt er aus Prinzip unerwidert und in unbeobachteten Momenten legt er Abfälle und Tierkot auf die Bänke für die Spaziergänger.
Seine nichtsnützigen Söhne kommen schon lange nicht mehr zu Besuch und das findet Ruppert auch völlig in Ordnung so. Er weiß einfach nicht, was er mit ihnen reden soll und ihre Erzählungen vom Job findet er zum Gähnen langweilig. Auch Gerda findet er zum Gähnen langweilig und glücklicherweise spricht sie ihn nur noch in Notfällen an. Dennoch treibt ihre schiere Anwesenheit aus dem Haus. Er mag sie nicht sehen und es reicht ihm, wenn seine Wäsche frisch gebügelt im Schrank und was Warmes zu Essen auf dem Tisch ist.
Dass in seinem Magen ein Tumor wächst, weiß er noch nicht. Auch, dass Gerda ihn im Krankenhaus nicht besuchen wird, sondern mit dem verwitweten Nachbarn eine Kreuzfahrt unternehmen wird, weiß Ruppert noch nicht.
rosmarin - 27. Jul, 14:15